Freitag, 9. Dezember 2011

FC Basel 2-1 Manchester United

In Anlehnung an meinen letzten Beitrag bleibt mir eigentlich nur ein 'Football - bloody hell!' zu sagen. Manche Dinge sind anscheinend wirklich in Stein gemeißelt. Bereits nach dem 1-0 mit dem ersten Torschuss der Basler sowie dem unglaublichen 'Fehlversuch' von Wayne Rooney, der aus fünf Metern das Kunststück zuwege gebracht hat, den Ball nicht ins Tor zu treffen, war mir irgendwie klar, dass das an diesem Abend nichts wird. Diese Meinung verfestigte sich dann eigentlich mit dem Lattentreffer von Steinhöfer ans eigene Gehäuse - an einem anderen Tag fliegt der Ball nicht an die Latte, sondern in die Kreuzecke. Bei allem Selbstmitleid und Verweis auf das teils unglaubliche lasche Verhalten vor dem gegnerischen Tor, das United auch schon gegen Basel und Benfica zu Hause gezeigt hat, darf man nicht vergessen, den Schweizern zu ihrem Erfolg zu gratulieren. Sie haben aus ihren Mitteln mehr als nur irgendwie möglich gemacht und sind daher verdient aufgestiegen.
Bei United ist nun Fehleranalyse angesagt - die Unerfahrenheit mehrerer Spieler (De Gea, Smalling) hat den Klub am Mittwoch das Spiel, jedoch insgesamt ganz sicher nicht den Aufstieg gekostet. Diesen hat man bereits in den Heimspielen 'verschissen', wie der Österreicher so schön zu sagen pflegt. Der wohl langfristig Ausfall von Kapitän Nemanja Vidic wird den englischen Meister noch umso härter treffen. Mit Vidic als Organisator hat man heuer in 10 Spielen nur drei Gegentore erhalten - ohne Vidic waren es in 13 Spielen derer 19.
Überhaupt sieht es an der Verletzungsfront derzeit für United nicht gut aus. Mit Vidic, Rafael, Fabio, Anderson, Cleverley, Berbatov, Owen und Hernandez sind gleich acht Akteure nicht einsetzbar, zudem hat in Basel auch noch der bisher einzige konstante Mittelfeldspieler Michael Carrick gefehlt, der nun am Wochenende beim Heimspiel gegen Wolverhampton wieder zur Verfügung stehen wird. Soweit lehne ich mich aus dem Fenster: An 1-0 Siege wie in den letzten Wochen (etwa auswärts bei Everton oder im Villa Park) wird nun eher selten zu denken sein. Die Angriffsreihe wird in Form kommen müssen, denn in der Viererkette werden sich zweifellos vermehrt Abstimmungsprobleme ergeben. 

Was die Europa League betrifft, so bleibe ich im Gegensatz zu vielen anderen United-Fans ganz klar dabei, dass ich diesen Bewerb auch gewinnen will. Vielleicht schafft es Sir Alex ja auch mal, diverse Spieler in ihren Stammpositionen agieren zu lassen und so ein kohärenteres Spiel zu ermöglichen. Wie eine B-Elf wirklich spielen kann, hat der FC Barcelona unter der Woche gegen Bate Borisow bewiesen - mit einer (erfolgreichen) Passquote von 92% wurden die Weißrussen mit 4-0 vom Platz gefegt. Was letztendlich nur eines zeigt: Es wird Zeit, einige der B-Akteure los zu werden und ihnen keine Spielzeit mehr geben, da ihr Entwicklungspotential ausgeschöpft bzw. nicht ausreichend vorhanden ist. Mehrere Spieler sollten jetzt auch Platz machen - namentlich Park Ji-Sung, Mame Diouf, Darron Gibson oder auch - der gute Mann braucht definitiv eine halbe Leihsaison - Federico Macheda. Jede Minute, die vor allem die drei Erstgenannten spielen, ist ein Hohn für wirklich talentierte junge Spieler, die darauf brennen, ihre Chance zu erhalten.

0 Kommentare:

Kommentar veröffentlichen