Sonntag, 6. November 2011

Premier League: Spieltag 11

Der elfte Spieltag der diesjährigen Premier League-Saison hat an der Spitze keine großartigen Überraschungen gebracht. Sowohl Spitzenreiter Manchester City, Verfolger Manchester United, das Überraschungsteam aus Newcastle und die Spitzenvereine Chelsea FC und Arsenal FC konnten teilweise überzeugende Siege einfahren. Lediglich Liverpool musste beim 0-0 gegen Aufsteiger Swansea City Federn an der heimischen Anfield Road Federn lassen.
Leader Manchester City wusste vor allem offensiv an der Loftus Road in London bei den Queens Park Rangers zu überzeugen. Obwohl "QPR" durch Jay Bothroyd per Kopf nach einem schweren Stellungsfehler von Innenverteidiger Savic in Führung gehen konnte, drehte City noch vor der Pause auf und kam nach schönem Lochpass von James Milner durch Edin Dzeko zum Ausgleich. City hätte vor der Pause durch eine Einzelleistung von Sergio Agüero sogar noch in Führung gehen können, sein Schuss ging allerdings nur an die Außenstange. Nach der Pause machten es David Silva, der mit einer herrlichen Bewegung gleich drei Verteidiger ausstiegen ließ und trocken einschoss, und Yaya Toure nach dem zwischenzeitlichen Ausgleich besser - wobei "QPR" dem neutralen Beobachter am Ende leid tun konnte, da sie sich aufgrund der Chancen eigentlich einen Punkt verdient hatten.
Stadtrivale Manchester United benötigte ironischerweise ein Eigentor von United-Legende Wes Brown, um Sunderland in die Knie zu zwingen, wenngleich doch angemerkt werden muss, dass die "Black Cats' in 90 Minuten keine echte Torgelegenheit hatten, während es United einmal mehr versäumte, eine klarere Führung herauszuschießen. Als Highlight des Tages blieb die Umbenennung des "North Stand" in "Sir Alex Ferguson Stand" - die größte Tribüne in Old Trafford wird damit künftig den Namen des erfolgreichsten Managers tragen, der nach eigener Aussage von der Umbenennung nichts gewusst haben will.
Arsenal konnte den Aufwärtstrend, der mittlerweile bereits 11 Spiele lang andauert, weiter bestätigen und besiegte ein ersatzgeschwächtes West Bromwich Albion mit 3-0. Als Hauptakteur trat einmal mehr der Niederländer Robin Van Persie in Erscheinung, der sein 10. Saisontor in der Liga markierte und die anderen beiden Treffer vorbereiten konnte. Arsenal ist damit bereits auf Platz 7 vorgestoßen, punktegleich mit Liverpool und nur noch drei Punkte hinter Chelsea, das in Blackburn, wo die Luft für Manager Steve Kean schon extrem dünn werden dürfte, 1-0 gewinnen konnte.

Der Saisonstart von Manchester City ist der beste, den zumindest die Premier League jemals gesehen hat. Chelsea gelang in der Saison 2005/06 ein vergleichbarer Start (10 Siege, 1 Unentschieden), wobei allerdings das Torverhältnis deutlich schlechter war. Die "Citizens" sind damit ohne Zweifel zum Topfavoriten auf die Premier League-Krone aufgestiegen, vor allem, wenn sie es schaffen, Schlüsselspieler wie Kapiän Vincent Kompany fit zu halten. Kompany hat gestern definitiv gefehlt und es wäre nicht verwunderlich, wenn Manager Roberto Mancini im Winter auf der Innenverteidiger-Position noch nachbessern will. Der Serbe Savic wird noch Zeit brauchen, um sich in der Liga zurecht zu finden - wobei fairerweise gesagt werden darf, dass fehlende Spielpraxis seine wiederkehrenden Stellungs- und Abstimmungsfehler mit Lescott ausreichend erklären kann. Nachdem City unter dem Strich mit den drei Punkten weggekommen ist, wird sich der Ärger beim italienischen Coach in Grenzen halten.

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