Samstag, 18. Februar 2012

SCR 0-0 FAK

29.400 Besucher mussten sich im Praterstadion heute Abend ein 0-0 der allerschlechtesten Sorte geben. Ich denke doch, dass mein Anspruch an ein Fußballspiel, gerade weil ich extrem viel Fußball konsumiere, nicht unglaublich hoch ist. Was die 20 Akteure (die Torhüter werden ausgenommen) aber auf den Rasen 'zauberten', ging auf keine Kuhhaut mehr. Besonders der Spielaufbau aus der Verteidigung heraus funktionierte weder bei der Austria noch bei Rapid, da sich im Mittelfeld kaum mal jemand bewegte. Die Rapid-Innenverteidiger Mario Sonnleitner und Harry Pichler wussten sich dementsprechend nur mit langen Bällen zu helfen, die fast ausschließlich im Tor- oder Seitenout landeten. Zwar kam Rapid im Gegensatz zur Austria zumindest zur ein oder anderen Torgelegenheit, diese entsprangen aber auch mehr dem Zufall als geordnetem Kombinationsfußball. Von der Austria war im Prinzip noch weniger zu sehen, was schon fast eine Kunst war - eine so schwache violette Truppe habe ich in den vergangenen 20 Jahren noch nie gesehen. Das Traurige daran ist allerdings, dass Rapid keinerlei Mittel hat, um eine defensiv ausgerichtete Mannschaft zu schlagen. Austria, Wiener Neustadt, Kapfenberg, Ried - der Gegner ist beliebig austauschbar, aber wenn er sich lediglich aufs Verteidigen bzw. Kontern verlegt, ist für Rapid in dieser Saison Endstation. Ein Blick auf die Tabelle beweist, wie niedrig die Qualität der heimischen Bundesliga in diesem Jahr ist; mit insgesamt 10 Unentschieden liegen wir immer noch in Front.
Wenn ich von diesem Spiel etwas Positives mitnehmen will, so ist es die Tatsache, dass der Defensivverbund auch im Winter keine Risse bekommen hat. Das Offensivspiel hat in der Pause allerdings vehement gelitten, denn nach vorne ging am Rasen des Ernst-Happel-Stadions wie schon letzte Woche in Wiener Neustadt absolut gar nichts. Not gegen Elend - noch selten traf dieser Spruch so zu wie auf das 300. Wiener Derby.

Freitag, 10. Februar 2012

Kälte und Spielabsagen

Die momentane Diskussion rund um das Auftaktspiel zur Frühjahrssaison in Wiener Neustadt lässt mich in gewisser Weise erschaudern: Wie kann es nach etwa 10 Tagen Dauerfrost sein, dass der Platz im Wiener Neustädter Stadion nicht gefroren ist? Wie kann die Bundesliga verantworten, dass auf so einem Platz gespielt wird? In der Nacht von Samstag auf Sonntag werden Temperaturen von etwa -15° erwartet. Ich kann mir beim besten Willen nicht vorstellen, dass die Kommissionierung am Samstag erfolgreich ist und der Platz am darauffolgenden Spieltag noch immer im gleichen Zustand ist.

Hier geht es nicht darum, dass ich für Rapid einen entscheidenden Nachteil im Titelkampf sehe - zumindest nicht primär. Natürlich begeistert es mich wenig, da an ein schnelles, technisch hochwertiges Spiel auf einem solchen Untergrund nicht zu denken ist und  die technische Unterlegenheit der Gastgeber nicht so ins Gewicht fällt. Aber es geht hier vorrangig um die Sicherheit der Spieler: Jeder, der schon mal auf einem vergleichbaren Untergrund gekickt hat - und sei es nur auf Hobbyniveau - weiß ganz genau, dass man hauptsächlich versucht, auf den Beinen zu bleiben, um sich auf dem steinharten Boden nicht schwer zu verletzen. Wir sprechen hier aber von Leistungssport, nicht von Spielklasse 10 im WFV - da kann man nicht auf Abwarten spielen. Ich frage mich ernsthaft, wie die Kommissionierung vonstatten geht und nach welchen Kriterien der Platz bewertet wird - und hoffe inständig, dass sich im Falle einer Spieldurchführung niemand verletzt. Dem guten Bundesliga-Vorstand Georg Pangl sollte vielleicht mal jemand flüstern, dass es sehr wohl ausreichend Termine für die Durchführung von Nachtragsspielen gibt - oder was glaubt der gute Mann denn, wie etwa in der englischen Championship 46 Spieltage pro Saison inkl. Carling- und FA Cup durchgeführt werden? Es reicht ja schon ein einziger Blick in den Terminkalender um festzustellen, dass Wiener Neustadt und Rapid nicht mehr im ÖFB-Cup vertreten sind, womit ein Termin für ein potentielles Match schon gefunden wurde. Und das hat mich gerade mal 20 Sekunden gekostet.

Mittwoch, 18. Januar 2012

Transferwahnsinn in England...

Ein Phänomen, das ich nie ganz verstehen werde, ist der Wille der englischen Premier League-Vereine, am letzten Tag des Transferfenster im Jänner noch massenhaft Deals abzuschließen. Als Beispiel sei hier nur der Jänner 2011 genannt, auf den ich weiter unten noch näher eingehen werde. Grundsätzlich stellt sich die Frage, wieso die Transfers nicht schon früher über die Bühne gehen, damit zumindest keine Probleme beim so genanten 'paper work' entstehen. Trifft das Fax auch nur eine Minute zu spät bei der FIFA ein, erhält der Klub bzw. der Spieler für seinen neuen Klub keine Freigabe und steht somit ganze sechs Monate. bzw. eventuell platzt der Wechsel überhaupt. Zwar ist es ihm in so einem (doch recht seltenen) Fall gestattet, mitzutrainieren, ein offizielles Bewerbsspiel darf er allerdings nicht absolvieren.
In diesem Transferfenster hat sich auf der Insel, wo traditionell ziemlich viel Geld im Winter verprasst wird, noch kaum etwas getan. Abgesehen von Bolton-Kapitän Gary Cahill, der für £7m an die Stamford Bridge gewechsel ist, hat sich Newcastle United gestern um rund £10m die Dienste von Freiburgs Klassestürmer Papis Demba Cisse gesichert. Cisse ist ein ähnlicher Stürmertyp wie Demba Ba, weshalb natürlich die Frage aufgeworfen wird, ob die Ausstiegsklausel, von der Tottenham-Manager Harry Redknapp vor wenigen Wochen gesprochen hat (£7m), tatsächlich existiert. Unabhängig davon, ob bei Newcastle-Besitzer Mike Ashley noch ein Angebot für Demba Ba nach seiner Rückkehr vom Afrika-Cup eintreffen wird, haben die Geordies schon jetzt ein super Geschäft gemacht: Ba kam aufgrund seiner Knieprobleme und einer Ausstiegsklausel im Abstiegsfall (und West Ham stieg tatsächlich in die Championship ab) ablösefrei nach Newcastle und hat mit seinen Toren dafür gesorgt, dass ein Europacup-Platz in Reichweite ist. Da wären selbst 'nur' sieben Millionen Pfund an Ablöse verkraftbar.

Zurück zum Thema: Im vergangenen Jänner, genauer gesagt am 31.01., spielte sich in England ein richtiger 'Transferwahnsinn' ab. Besonders der Torres/Carroll-Deal wird vielen Fans noch in Erinnerung sein: Am 31.01. reichte Fernando Torres ein schriftliches Transfergesuch ein - es gab bereits seit Tagen Gerüchte, dass der Chelsea FC an einer Verpflichtung interessiert sein soll. Liverpool handelte wie folgt: Als Ersatz wollte man Andy Carroll präsentieren; die Ablöse sollte so hoch sein, dass nach Zahlung der gesamten Summe (darauf bestand Newcastle!) 15 Millionen Pfund als Gewinn übrig blieben. Und so kam es, dass zuerst 50 Millionen für einen Weltklassespieler wie Torres auf das Konto des Liverpool FC wanderten, aber nur 15 dort blieben... denn absurde 35 Millionen gingen auf das Vereinskonto eines Klubs im Nordosten Englands, wo man sich heute noch über den Deal schlapp lacht. 'Football, bloody hell!' ... sehr viel mehr fällt mir als amüsierter, außenstehender Fußballbeobachter nicht ein.
Weitere Transfer am 'deadline day', die nicht unwesentlich waren: David Luiz wechselte von Benfica zum Chelsea FC (£21m) und Luis Suarez kam für £23m von Ajax an die Anfield Road zum Liverpool FC. Insgesamt wurden im Jänner 2011 rund £215m investiert. Man kann sich kaum vorstellen, dass diese Summe heuer noch übertroffen wird. Heute, am 18. Jänner 2012, haben die Klubs kaum mehr als £25m investiert. Aber der 31. Jänner kommt so sicher wie das Amen nach dem Gebet... und ich kann nur empfehlen, sich mit dem Laptop gemütlich hinzusetzen, skysports.com, den Guardian-Ticker und Twitter aufzumachen und sich zurückzulehnen. Unterhaltung ist garantiert!

Dienstag, 10. Januar 2012

Ein paar zusammenhangslose Gedanken zur Transferzeit...

Eine derart unspektakuläre Transferzeit wie die bisherige hat man in den letzten Jahren in der Keißlergasse wohl nicht erlebt – zumindest nach außen hin. Man darf sich sicher sein, dass in den Räumlichkeiten des Vereins wohl ziemlich hart am Frühjahrskader gearbeitet wird, was Schöttel ja schon im Spätherbst, noch vor unserer ‚Erfolgsphase‘, angekündigt hat.
Während in Wien X ein Spieler aus La Masia, der berühmten Jugendakademie des FC Barcelona, zur Verstärkung des Mittelfelds kommen soll, wird unser Mittelfeldproblem anscheinend aber als unwesentlich ‚behandelt‘. Wenn ich mir unsere Kaderstruktur genauer ansehe, so ist klar, dass ein wohl bald folgender Abgang von Salihi den Kader nicht schwächen wird. Das Geld, dem Vernehmen nach bis zu einer halben Million Pfund, wenn es denn tatsächlich die Hoops werden und der Albaner in den Celtic Park übersiedelt, können wir aber sehr gut brauchen. Der Reihe nach…

Auf der Torhüterposition wird sich wohl bis zum Sommer nichts tun. Anscheinend plant der Verein mit Königshofer und Novota, während Payer nahegelegt wurde, sich einen neuen Klub zu suchen. Eine Verlängerung des am 30.06.2012 auslaufenden Vertrages halte ich für ziemlich ausgeschlossen (ohne Insiderinfos, reiner Hausverstand) und wäre nach der ohnehin bereits unverständlichen Verlängerung im Jahr 2010 ein Schlag ins Gesicht jedes Fans, der sich die Leistungen von Payer in den vergangenen Jahren nach dem letzten Meistertitel 2008 ansehen musste.

Auf den Außenverteidigerpositionen sind wir – man traut es sich kaum zu sagen – für nationale Verhältnisse sehr gut besetzt. Diese Problemzone hat der Verein mit den Verpflichtungen von Schimpelsberger und Schrammel, der seinen Leistungszenit nach seinem Kreuzbandriss aber erst erreichen muss, nach jahrelanger Untätigkeit bearbeitet. Katzer spielt eine solide Saison, was nach seinen diversen Verletzungen in dem Alter auch nicht zu erwarten war. In der Innenverteidigung bleibt Dibon von der Admira sicherlich ein Thema, Fakt ist aber, dass wir mit Pichler, Sonnleitner, Soma und Patocka vier Spieler haben, die diese Rolle zumindest nominell ausfüllen können. Zudem gibt es im Frühjahr keine Europacup- oder Cupspiele (mehr), weshalb ein fünfter Innenverteidiger einerseits zahlen-, und andererseits budgetmäßig zu viel des Gutes wäre. Dibon ist eine schwierige Personalie: Im Sommer wird der Admira-Kapitän ablösefrei sein und kann sich somit seinen Klub aussuchen – ein saftiges Handgeld wird dabei definitiv ebenfalls fließen. Unter einer Ablöse von 500.000 EUR wird der Verein aus der Südstadt Dibon aber auch im Winter sicher nicht ziehen lassen, da alleine die verpflichtend zu leistende Ausbildungsentschädigung einen Großteil dieser potentiellen Summe ausmachen würde. Im Gesamtkontext muss des weiteren angemerkt werden, dass die Verteidigung im Herbst ganz sicher nicht unsere Problemzone war; Pichler und Sonnleitner haben gegen Ende ein sehr ordentliches und stabiles Duo gebildet. Sowohl Soma als auch Patocka dürfte man gesagt haben, dass ihnen bei einem entsprechenden Transferwunsch keine Steine in den Weg gelegt werden. Patocka hat dies im Gespräch mit sport10.at sogar bestätigt. Ausgeschlossen kann ein Transfer eines Innenverteidigers damit nicht werden, darauf wetten würde ich allerdings ebenfalls nicht.

Im Mittelfeld könnte sich bei einem potentiellen Transfer von Christopher Drazan ins Ausland (der KURIER berichtet, dass Mönchengladbach und nach wie vor der FC Basel interessiert sein sollen; Sportmanager Ebner hat bereits dementiert) ein Loch auf der linken Seite auftun. Ich persönlich bin kein allzu großer Fan von sentimentalen Lösungen alá Ümit Korkmaz, was weniger an seinem Können, sondern vielmehr an seiner Verletzungsanfälligkeit liegt. Kann Drazan zumindest bis zum Sommer gehalten werden, würde ich mir noch einen zentralen Mittelfeldspieler wünschen. Zwar besitzt Schöttel für die vier Offensivpositionen im 4-2-3-1 System mit Drazan, Trimmel, Hofmann, Burgstaller, Alar, Nuhiu, Gartler und notfalls auch Boris Prokopic acht Akteure (Salihi ausgenommen), hinter den zentralen Akteuren Thomas Prager und Markus Heikkinen tummeln sich aber nur Back-Ups wie Kulovits, Prokopic und Notlösungen alá Hofmann (dessen beste Position mittlerweile eindeutig hinter einer Solospitze ist, wo er sein Passspiel und seine Übersicht einsetzen kann) – was vermutlich zu wenig ist, um bis zum Ende um den Titel mitzuspielen. Wäre Prager ein Akteur, der eine positive Verletzungshistorie aufzuweisen hätte, würde ich von der Forderung nach einem weiteren zentralen Spieler absehen. Seine Verfügbarkeit und auch jene anderer zentraler Akteure (zentral im positionstechnischen Sinne) wie Hofmann, Prokopic oder auch Heikkinen ist aber im Regelfall eingeschränkt.

In der Summe würde ich mir realistischerweise für den Winter Abgänge von Salihi, Patocka (Soma dürfte nicht wechseln wollen, womit sich dieser Transfer erledigt hat), Saurer und einen aus dem Duo Thonhofer/Kulovits wünschen. Nicht zu Unrecht hat bereits Pacult vergangene Saison festgestellt, dass der Kader viel zu groß ist und die Vertragssituation einiger Akteure es nicht ohne Aufwand von entsprechenden finanziellen Mitteln zulässt, diesen zu verkleinern. Es können natürlich Fragen gestellt werden, ob die Verlängerungen von Soma, Kulovits, Payer oder auch Katzer in den vergangenen beiden Jahren notwendig waren. Die Antwort wird in den meisten Fällen ‚nein‘ lauten, die Tatsache, dass es so gekommen ist, lässt sich nun jedoch nicht mehr verändern. Ich rechne es Schöttel etwa hoch an, dass er eingesehen hat, dass Soma als Stammspieler nicht mehr in Frage kommen darf, obwohl er selbst für die Verlängerung zuständig war.
Wie angekündigt wurden mit Start des neuen Jahres die bisherigen Amateure Dominik Wydra (17) und Lukas Grozurek (20) in den Kader der Kampfmannschaft beordert. Mein nachträglicher Wunsch an das Christkind wäre bei einem gleichzeitigen Abgang einer unserer Innenverteidiger die Verpflichtung von Admira-Kapitän Dibon. Noch wichtiger wäre allerdings ein zentraler Mittelfeldspieler, der Prager und Heikkinen entlasten kann.

Freitag, 16. Dezember 2011

Linktipp: Rapideum @ Bruckis Blog

Ein Hinweis für alle, die es noch nicht gesehen haben 

Brucki hat bereits das am 15. Dezember eröffnete Rapid-Museum in der Südtribüne des Gerhard Hanappi-Stadions besucht und - wie immer - einen äußerst interessanten Beitrag dazu abgeliefert. Lesenswert, unbedingt weiterempfehlen!

Bruckis Blog: Rapideum

Krankheiten im Fußball - der Fall Darren Fletcher

Ein Virus. Das war alles, was man im Frühjahr 2011 von der medizinischen Abteilung von Manchester United zu hören bekam, wenn es um Darren Fletcher ging. Der schottische Internationale war durch einen 'Virus' monatelang außer Gefecht gesetzt, genauere Angaben zu seinem Gesundheitszustand gab es allerdings nicht. In Fanforen wurde gerätselt, um welche Art von Virus es sich handeln könnte - teilweise rechnete man mit dem Schlimmsten, sprich: Aids. Dies bestätigte sich vorerst nicht; Fletcher kam am Ende der vergangenen Saison in den Kader von United zurück, verpasste aber zum dritten (und vielleicht letzten) Mal in seiner Karriere die Chance, in einem Champions League-Finale mitzuwirken. Im Frühjahr hatte er sehr viel von seinem früheren Körpergewicht verloren und wirkte dementsprechend körperlich angeschlagen - zudem war seine konditionelle Verfassung, bedingt durch den Gewichtsverlust und die Spielpause, angeschlagen.
In den vergangenen Wochen sah es wiederum danach aus, dass Fletcher zu seiner Bestform der Saison 2009/10 zurückkehren könnte. Graduell wurde sein Spiel besser, auch seine körperlichen Defizite arbeitete er langsam auf. Gerade in diese Phase der Konsolidierung wurde nun vom Klub folgendes Statement veröffentlicht:

Fletcher - Club statement

On behalf of Darren Fletcher, Manchester United wishes to announce that he is taking an extended break from football for health reasons.

Over the past year he has had several absence periods which we have attributed to a viral illness in order to respect his right to medical confidentiality. Darren has, in fact, been suffering from ulcerative colitis (a chronic inflammatory bowel condition) for some time preceding this.
Whilst he was able to maintain remission of symptoms for a considerable period this has proved more difficult recently and Darren’s continued desire to play and his loyalty to both his club and country has probably compromised the chances of optimising his own health and fitness.
He has therefore accepted medical advice to take an extended break from the demands of training and playing in order to afford the best chance possible of achieving full remission once again.
We request that his privacy is respected and hope that the removal of the additional stress associated with speculation regarding his health will also aid his recovery.


Der Krankheitsverlauf ist relativ ungewiss und unterschiedlich. Die meisten Patienten erholen sich davon und führen nach einer Operation ein 'normales' Leben, demnach ist es durchaus auch möglich, dass Fletcher in den Profifußball zurückkehren wird können. Fletcher hat über seinen Arbeitgeber Zugang zur bestmöglichen medizinischen Versorgung und wird alle Zeit der Welt bekommen, um wieder gesund zu werden. Zeitlich ist allerdings nicht abzusehen, ob und wann mit einer Rückkehr des Schotten zu rechnen ist, der in zehn Saisonen im Profikader bisher 302 Pflichtspiele absolviert und alles gewonnen hat, was man gewinnen kann.
Das Klub-Statement zu seiner Krankheit bzw. Auszeit ist ohne Zweifel (und richtigerweise) sehr vorsichtig formuliert. Nachdem in den letzten Monaten auch kaum Informationen über seinen mysteriösen 'Virus' an die Öffentlichkeit gelangten, ist davon auszugehen, dass sowohl Fletcher selbst als auch seine Familie und der Klub in diesem Fall keinerlei Druck haben bzw. machen wollen. Die Ausübung des Berufs wird in so einem Fall ohnehin unbedeutend - wichtig ist nur, dass der Schotte vollständig kuriert werden kann. Alles Gute, Darren!

Freitag, 9. Dezember 2011

FC Basel 2-1 Manchester United

In Anlehnung an meinen letzten Beitrag bleibt mir eigentlich nur ein 'Football - bloody hell!' zu sagen. Manche Dinge sind anscheinend wirklich in Stein gemeißelt. Bereits nach dem 1-0 mit dem ersten Torschuss der Basler sowie dem unglaublichen 'Fehlversuch' von Wayne Rooney, der aus fünf Metern das Kunststück zuwege gebracht hat, den Ball nicht ins Tor zu treffen, war mir irgendwie klar, dass das an diesem Abend nichts wird. Diese Meinung verfestigte sich dann eigentlich mit dem Lattentreffer von Steinhöfer ans eigene Gehäuse - an einem anderen Tag fliegt der Ball nicht an die Latte, sondern in die Kreuzecke. Bei allem Selbstmitleid und Verweis auf das teils unglaubliche lasche Verhalten vor dem gegnerischen Tor, das United auch schon gegen Basel und Benfica zu Hause gezeigt hat, darf man nicht vergessen, den Schweizern zu ihrem Erfolg zu gratulieren. Sie haben aus ihren Mitteln mehr als nur irgendwie möglich gemacht und sind daher verdient aufgestiegen.
Bei United ist nun Fehleranalyse angesagt - die Unerfahrenheit mehrerer Spieler (De Gea, Smalling) hat den Klub am Mittwoch das Spiel, jedoch insgesamt ganz sicher nicht den Aufstieg gekostet. Diesen hat man bereits in den Heimspielen 'verschissen', wie der Österreicher so schön zu sagen pflegt. Der wohl langfristig Ausfall von Kapitän Nemanja Vidic wird den englischen Meister noch umso härter treffen. Mit Vidic als Organisator hat man heuer in 10 Spielen nur drei Gegentore erhalten - ohne Vidic waren es in 13 Spielen derer 19.
Überhaupt sieht es an der Verletzungsfront derzeit für United nicht gut aus. Mit Vidic, Rafael, Fabio, Anderson, Cleverley, Berbatov, Owen und Hernandez sind gleich acht Akteure nicht einsetzbar, zudem hat in Basel auch noch der bisher einzige konstante Mittelfeldspieler Michael Carrick gefehlt, der nun am Wochenende beim Heimspiel gegen Wolverhampton wieder zur Verfügung stehen wird. Soweit lehne ich mich aus dem Fenster: An 1-0 Siege wie in den letzten Wochen (etwa auswärts bei Everton oder im Villa Park) wird nun eher selten zu denken sein. Die Angriffsreihe wird in Form kommen müssen, denn in der Viererkette werden sich zweifellos vermehrt Abstimmungsprobleme ergeben. 

Was die Europa League betrifft, so bleibe ich im Gegensatz zu vielen anderen United-Fans ganz klar dabei, dass ich diesen Bewerb auch gewinnen will. Vielleicht schafft es Sir Alex ja auch mal, diverse Spieler in ihren Stammpositionen agieren zu lassen und so ein kohärenteres Spiel zu ermöglichen. Wie eine B-Elf wirklich spielen kann, hat der FC Barcelona unter der Woche gegen Bate Borisow bewiesen - mit einer (erfolgreichen) Passquote von 92% wurden die Weißrussen mit 4-0 vom Platz gefegt. Was letztendlich nur eines zeigt: Es wird Zeit, einige der B-Akteure los zu werden und ihnen keine Spielzeit mehr geben, da ihr Entwicklungspotential ausgeschöpft bzw. nicht ausreichend vorhanden ist. Mehrere Spieler sollten jetzt auch Platz machen - namentlich Park Ji-Sung, Mame Diouf, Darron Gibson oder auch - der gute Mann braucht definitiv eine halbe Leihsaison - Federico Macheda. Jede Minute, die vor allem die drei Erstgenannten spielen, ist ein Hohn für wirklich talentierte junge Spieler, die darauf brennen, ihre Chance zu erhalten.

Mittwoch, 7. Dezember 2011

FC Basel vs. Manchester United

In Basel geht es heute für beide Mannschaften um den Aufstieg ins Achtelfinale der Champions League. Während es sich bei dieser Begegnung für Basel wohl um das Spiel des Jahres handelt, wird United versuchen, eine Blamage abzuwenden - zweifellos war man zu Beginn der Gruppenphase davon ausgegangen, dass die Engländer ohne Mühe durch diese Gruppe marschieren werden. Bruder Leichtsinn schlich sich dann aber bald ein: Im Heimspiel gegen die Schweizer lag man bereits früh 2-0 in Front, konnte dann aber nur mit Mühe ein 3-3 erreichen. Dazu verbaute man sich im Spiel gegen Benfica selbst die Möglichkeit, den Aufstieg frühzeitig zu fixieren und eine Reservetruppe nach Basel schicken zu können; statt die eigenen Chancen konsequent zu nützen, wurden dem Gegner zwei völlig vermeidbare Geschenke bereitet. Die Portugiesen bedankten sich artig und zogen ins Achtelfinale ein, während sich der englische Rekordmeister heute beim Primus der Schweizer Liga beweisen muss.

Personell gesehen muss United-Manager Sir Alex Ferguson auf einige Akteure verzichten. So fallen die Mittelfeldakteure Anderson, Cleverley und Carrick definitiv aus, auch Javier Hernandez und Dimitar Berbatov fehlen ebenso wie die Zwillinge Rafael/Fabio. Aus diesem Grund erwarte ich eine United-Mannschaft, die 'typisch europäisch' auftritt. Ruhig, abgeklärt, defensiv solide und auf Konter spielend. Sorgen darf man sich als United-Fan dennoch machen, da mit Michael Carrick der wohl wichtigste Mann für das 'europäische System' aufgrund einer völlig lächerlichen gelben Karte gegen Benfica gesperrt ist.
Und Basel? Es ist anzunehmen, dass die Schweizer von Minute 1 weg mit dem Publikum im Rücken ihre Chance suchen werden. Sollten sie diese nützen - Hut ab. Bei allem Respekt darf ein Ausscheiden des englischen Meisters jedoch ob des Qualitätsunterschieds kein Thema sein - ein normaler Spielverlauf vorausgesetzt. Sonst wird es im St. Jakobs Park ohne Zweifel heißen: 'Football - bloody hell!'

Mein Tipp: 3-1 für United.

Mittwoch, 30. November 2011

Nationale Cupbewerbe - Bedeutungslosigkeit und Talenteschau

Der Cup hat in Österreich leider nur einen sehr geringen Stellenwert. Die Vermarktung ist - formulieren wir es sehr vorsichtig - ausbaubar, die Vereine agieren des öfteren mit B-Teams, das Zuschauerinteresse hält sich in Grenzen. Das ist dahingehend unverständlich, weil zum einen ein 'einfach' zu erreichender Europacup-Startplatz am Spiel steht, zum anderen der Cup in vielen anderen Ländern einen enorm hohen Stellenwert hat.

Sogar der englische League Cup, der mitunter als 'Mickey Mouse Cup' verschrien ist, hat in den letzten Jahren an Popularität gewonnen. Selbst die Spitzenteams schicken zumindest gemischte Mannschaften auf den Platz und spätestens ab dem Viertelfinale wird der Bewerb richtig interessant, da zumeist 'große' Spiele an der Tagesordnung stehen. Während am gestrigen Abend etwa der Arsenal FC mit mehrheitlich Akteuren der zweiten Riege angetreten ist, konnte man die Superstars von Premier League-Leader Manchester City kaum an einer Hand abzählen. Mit Samir Nasri, Edin Dzeko, Aleksandr Kolarov, Pablo Zabaleta, Nigel de Jong und - nach Kolarovs verletzungsbedingtem Ausscheiden - Sergio Agüero standen lauter Akteure am Platz, die auch in der Meisterschaft mehrheitlich zum Stamm zählen. City hat zudem momentan ein Luxusproblem: Im enorm großen Kader ist kein einziger der Leistungsträger verletzt oder gesperrt, was - ein Blick zur Konkurrenz beweist dies - äußerst ungewöhnlich ist. Dennoch muss der Sieg am gestrigen Abend als sehr glücklich bezeichnet werden, da die jungen Arsenal-Profis rund um den sehr agilen Oxlade-Chamberlain nur vor dem Tor versagten, ansonsten aber eine sehr ansprechende Leistung boten.

Ähnliches erwarte ich für heute Abend auch beim Spiel zwischen Manchester United und Crystal Palace, wo alle United-Fans auf Auftritte von Paul Pogba und Ravel Morrison hoffen. Ein Weiterkommen von United in diesem Bewerb würde bedeuten, dass mit Liverpool, Manchester City und Manchester United drei Klubs aus dem Nordwesten um den zweiten Titel der Saison streiten - als vierter Klub hat sich bereits der walisische Zweitligist Cardiff City für die Runde der letzten 4 qualifiziert. Für Liverpool, das seit 2006 keinen Titel mehr gewinnen konnte, bietet sich somit im League Cup nun die Chance, dieser titellosen Zeit ein Ende zu bereiten. Möglich ist zum jetzigen Zeitpunkt auch eine Neuauflage des fast schon legendären League Cup-Halbfinales zwischen United und City im Januar 2010, das United mit einem Gesamtscore von 4-3 für sich entscheiden konnte.

Donnerstag, 24. November 2011

Der SK Rapid und das "neue" Stadion

Ein Fußballklub sollte in der Regel drei Säulen haben, auf dem seine Finanzkraft aufgebaut ist.

1.) Das so genannte 'matchday income', also alles, was an Spieltagen reinkommt - Kartenverkauf (dazu zählen auch Abos), Gastronomie, Umsatz im Fanshop, sonstige Aktionen etc. - da können wir jetzt definitiv VIEL MEHR rausholen in Zukunft, als das bisher der Fall war.
2.) Das TV-Geld/Prämien... da sind wir an den TV-Pool gebunden bzw. hängen die Einnahmen auch davon ab, ob wir uns für einen internationalen Wettbewerb qualifizieren.
3.) Sponsoren. Alles, was mit Sponsorenverträgen zu tun hat.


Im Idealfall - was bei uns aber aufgrund von gewissen Spezifika der Liga NICHT möglich ist, teilt sich das prozentuell gesehen halbwegs gleich auf...  und ist ein gutes Zeichen dafür, dass der Klub finanziell gesund wäre. Ein paar Indikatoren, wie dies zukünftig aussehen wird, haben wir ja (Achtung, wem Milchmädchenrechnungen nicht gefallen, der hört am besten hier zu lesen auf).


Zu Beginn ein paar grundlegende Annahmen, auf die ich meine Ausführungen stütze: Das Matchday Income werden wir ganz sicher steigern können. Ich gehe jetzt von einer Kapazität von 23.000 Plätzen aus und denke, dass das fair ist. Skyboxen werden es wohl so um die 15 werden - mit mehr ist wohl kaum zu rechnen, da - so denke ich - nicht jede Tribüne vollends umgebaut werden wird.

Ad 1.) Wir nehmen jetzt einfach an, dass der Durchschnittspreis für eine Karte seinen Plafond bei 35 EUR fürs erste erreicht hat - wobei natürlich Angebot und Nachfrage den Preis bestimmen (werden). Durch die höhere Kapazität und den höheren Komfort werden garantiert - das zeigen internationale Beispiele in aller Deutlichkeit - auch mehr Abos verkauft... da rechne ich mit ca. 13.000-14.000 - die jetzigen Abonnenten + eine nicht zu hoch angesetzte neue Zahl an Abonnenten, die durch das Stadion und das 'Drumherum' (neu, schick, toll) angezogen werden. Man darf nicht vergessen, dass mit 10.600 momentan eine Zahl erreicht ist, bei der jeder, der will, ein Abo bekommt. Es ist zwar schön kommuniziert und tituliert seitens des Vereins, dass man eine 'Abogrenze' erreicht hat, aber im Endeffekt ist das unter den momentanen Umständen (Stadiongröße, Nachfrage) die Sättigungsgrenze. Für die Skyboxen würde ich jetzt konservativ von einem Wert  von 60.000 EUR pro Saison ausgehen. Das macht summa summarum etwa 900.000 EUR zusätzlich, allerdings sind internationale Spiele dabei noch nicht eingerechnet. Mit dem Kartenverkauf nur aus der Liga bzw. in dem Fall nur dem Aboverkauf sind Brutto-Einnahmen von ca. 3 Mio. EUR drin, wenn man konservativ rechnet (rund 4.000 Abos auf den Hintertortribünen, 9.000 Längsseite / Faktor einmal 180 EUR, einmal 250 EUR)... die weiteren Einnahmen sind schwierig zu kalkulieren, weil es Greenie-Spiele gibt, Karten verschenkt werden o.Ä., aber ich denke, dass da ziemlich viel möglich sein wird - man bedenke nur etwa ein Spiel gegen die Austria bzw. Salzburg, wo man mit oben genannten Zahlen etwa 9.000 Plätze (Durchschnittspreis 20 EUR, und das ist enorm niedrig angesetzt) verkaufen wird (denn dass die tatsächlich verkauft werden, ist meiner Ansicht nach fix).
Man kann weiters davon ausgehen, dass hier bei 18 Heimspielen nochmal Bruttoeinnahmen von etwa zwei Millionen EUR möglich sind. Ohne Europacup - wo ja immer alle bezahlen müssen - sind da also locker 6-7 Millionen Bruttoeinnahmen nur mal aus dem Kartenverkauf möglich - da ist jedoch noch keine Gastronomie und kein Umsatz bei den Fanartikeln miteingerechnet. Dieser Umsatz ist in den vergangenen fünf Jahren kontinuierlich gestiegen. Ich hab jetzt in der Arbeit meine Aufzeichnungen nicht bei der Hand, erinnere mich aber düster, dass wir bereits die 3 Mio.-Umsatzgrenze gesprengt haben - bei einer Gewinnspange von etwa 25% ist das zwar (noch) nicht die Welt, aber auch da kann und wird weiter angesetzt werden, v.a. wenn der geplante Fanshop in der Stadt dazu kommt und man Europacupspiele zusätzlich hat. Ich würde es klasse finden, wenn man sich zur Optimierung der Abläufe in diesem Bereich bei internationalen Topvereinen umsieht. Was da an Geldmitteln rauszuholen ist, mag zwar dem ein oder anderen nicht gefallen (Stichwort Kommerz, man 'melkt die Kunden), wäre für den Verein aber definitiv günstig.
Kurz gesagt: Mit Europacup (im Hanappi wohlgemerkt, im Happel ists logischerweise nochmal mehr) sind wohl so 10 Millionen EUR (aufwärts) Bruttoeinnahmen in diesem Bereich möglich, wobei ganz klar zu sagen ist, dass wir davon noch a.) was an die Stadt abliefern müssen und b.) logischerweise Steuern fällig werden usw.

Ad 2.) Zum nationalen TV-Geld kann ich nichts sagen, da bräuchten wir wohl einen Experten wie den ASB-User Ook_PS. Zu den Prämien: Diese sind im Europacup bekanntermaßen äußerst lukrativ. So bekommt man für den Einzug in die Gruppenphase der Europa League eine Million EUR, für einen Sieg 140.000 EUR und für ein Unentschieden immerhin noch die Hälfte. In der Champions League ist nochmal um einiges mehr an Geld zu machen, aber gut, daran muss und soll man sich nicht orientieren. In diesem Bereich ist für einen Klub wie Rapid unter dem Strich sicherlich wesentlich weniger Geld zu machen als in Bereich 1, weil man mit manchen Faktoren auch nicht fix kalkulieren kann (Prämien, sehr wohl jedoch nationales TV-Geld).

Ad 3.) Vielleicht kann uns ja noch einer der ASB-Insider stecken, was Rapid momentan in dem Bereich an Geld einnehmen kann. Es ist kein Geheimnis, dass Wien Energie zumindest drei Millionen EUR pro Jahr bezahlt und noch der ein oder andere Sponsor im siebenstelligen Bereich sponsert. Mit einem "neuen" Stadion hat man gänzlich neue Vermarktungschancen (Stadionname - wer glaubt, dass der nun, wo wir die Möglichkeit haben, ihn selbst weiterzugeben, mittelfristig gesehen bleibt, ist meiner Meinung nach leider fern der Realität - für eine siebenstellige Summe pro Jahr darf man da gar nicht lange nachdenken), kann neue Sponsoren anlocken. Bei einem zuletzt vom KSV veröffentlichten Umsatz von bereits jetzt über 30 Millionen EUR für das letzte (Spiel-)Jahr (wobei da die Europa League mit drei Heimspielen im Happel-Stadion und enorm hohen Personalkosten von 13 Millionen EUR mitgespielt haben) ist davon auszugehen, dass man in diesem Bereich wohl locker zweistellig (Millionen) werden kann - wenn man es nicht ohnehin bereits ist.


Unter dem Strich wird es für Rapid möglich sein, ein Budget von etwa 30 Mio. EUR bei guter Umsetzung des nun gestarteten Stadionprojektes auf die Reihe zu bekommen. Ohne jetzt genaue Details zu kennen vermute ich, dass in diesem dann aber wohl auch die Rückzahlungen für das Stadion beinhaltet sein werden, auch wenn dies finanziell gesehen laut Edlinger getrennt gehandhabt werden soll. Technisch gesehen mag er dabei Recht haben, in der Realität wird der Kredit, den wir fürs Stadion aufnehmen werden, den Verein aber sehr wohl 'belasten'. Das Wort Belastung soll dabei aber nicht heißen, dass der sportliche Bereich eingeschränkt(er als jetzt) sein wird - wir werden schließlich auch weit mehr Geld zur Verfügung haben. Das Ziel muss es dann sein, sich (gewiss auf niedrigerem Niveau, aber doch) an Arsenal zu orientieren: Das Stadion bzw. den Umbau abzuzahlen und trotzdem konkurrenzfähig zu bleiben. Sportlicher Erfolg ist für die Umsetzung unabdingbar und würde uns extrem helfen, die finanzielle Belastung zu stemmen. Man denke nur dran, dass nur der Einzug in eine Champions League-Gruppenphase heutzutage bereits 7,1 Millionen EUR garantiert und jeder weitere Punkt mit 400.000 EUR versüßt wird. Das ist kein Geld, mit dem man kalkulieren kann - aber eines, das man in jedem Fall gerne mitnehmen würde, wenn sich die Möglichkeit dazu ergibt.